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Zirkusgottesdienst Luzern 2017

Zirkusgottesdienst Luzern 2017Der zündende Funke - Halleluja -
ein besonderer Gottesdienst

Erlebnisbericht aus dem Circusgottesdienst
im Knie-Zelt in Luzern

Am Sonntag, 23.07.2017 lud unser SMV-Mitglied und Seelsorger der Zirkusleute, Schausteller und Markthändler Pfr. Adrian Bolzern zum traditionellen Gottesdienst nach Luzern ein, wo er uns in dem von der Zirkusfamilie Knie kostenlos zur Verfügung gestellten Zelt empfangen durfte. Seiner Einladung folgten so viele, dass die riesige Arena zum grössten Teil gefüllt war. Wie bereits in den letzten Jahren, startete das „Vor“-Programm punkt 10:00 Uhr mit mehreren Musikanten-Jungformationen, welche das Publikum in äusserst erfrischender und unbekümmerter Art in ihren Bann zogen. Das waren die Blackmountain Hörner, der Jodler Florian Haas, das Quartett Kleintalsträssler sowie das erwachsenen Trio Top Swiss , welches dann auch noch bis lange nach dem Gottesdienst im Foyer die begeisterten Zuhörer in ihren Bann zogen.

Kurz nach 11:00 Uhr begrüsste dann unser Pfarrer Adrian hocherfreut über den äusserst zahlreichen Besucheraufmarsch die Festgemeinde und stellte den Gottesdienst unter das Motto: „der zündende Funke“. Adrian ist ein Meister der Bildersprache und natürlich verstand er es auch hier, seine träfen Sprüche und Witze an der passenden Stelle einzufügen und das Publikum mitzureissen. Er ist auch ein grosser Freund von Metaphern: Um diese zu unterstreichen, gewann er den Festwirt Mike Wipf dafür, mit seiner Harley in das Zirkusrondell einzufahren. Diesen „Boliden“ nutzte Adrian dann, um an sechs Eigenschaften des Kult-Motorrades auch für uns Menschen nützliche Eigenschaften, in einfachen und in schwierigeren Zeiten vor Augen zu führen.

1. Das Profil – wir dürfen und sollen uns mit unseren Ecken und Kanten annehmen und respektieren.

2. Dieses Motorrad hat keinen Rückwärtsgang: wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, unser Denken und Handeln soll vorwärts gerichtet sein; in der Zukunft, da können wir Dinge verändern und bewegen.

3. Der Drang nach vorne: genauso wie ein Motorrad umfällt, wenn es nicht eine bestimmte Geschwindigkeit nach vorne hat, so fallen auch wir Menschen um, wenn wir nur still stehen. Und falls wir stehen, dann wenigstens mit beiden Beinen fest auf dem Boden!

4. Der Brennstoff, der Sprit, die Kraft die uns vorantreibt oder im übertragenen Sinn der Spirit – der Geist, welcher uns inspirieren soll.

5. Der leistungsstarke Motor; wir brauchen einen Antrieb und dürfen auch Antrieb für andere sein, mit einem aufmunternden Wort, mit einer helfenden Hand. 6. Die Zündkerze, der zündende Funken, welcher immer wieder andere entfachen, begeistern soll. Und dass wir darauf achten, unseren inneren Funken am Leben erhalten.
Den Festgottesdienst untermalten der Gospel-Chor „Joy of life“, die Vereinigung der Alphornbläser Luzern, sowie der Pastoralassistent Mathias Mutter mit sorgfältig vorgetragenen musikalischen Beiträgen. Der Einmarsch der Verbandsfahnen vom Schweiz. Schausteller- und vom Marktverband sowie den einzelnen Sektionsfahnen verlieh dem Anlass eine zusätzliche, würdevolle Note.

Die evangelische Pfarrerin Katharina Hoby ergänzte Adrian in ihrer liebevoll-andächtigen Weise bestens. Und der eigentlichen Regie für den Ablauf und alles drum herum gilt der Dank der allzeit hilfsbereiten Marlise Widmer.

Die Kollekte wurde aufgenommen zu Gunsten der Philipp Neri Stiftung, welche in Not geratenen Zirkusleuten, Schaustellern und Markthändlern finanziell beisteht. Die Kollekte dürfte auch wegen der von Adrian sehr humorvollen Ansage bestimmt höher als auch schon ausgefallen sein.

Zum Schluss des Gottesdienstes war klar, dass der zündene Funke von den Seelsorgern auf die Besucher übergesprungen war. Der von Adrian Bolzern ausgeschickte Funke muss bei den Besuchern ein kleines Feuerwerk ausgelöst haben, derart brandete der Dankesapplaus zurück.

lieber Adrian – wir lieben Deine Art der Seelsorge – Halleluja !
Vorschau – nicht verpassen:
Zirkusgottesdienst im kommenden Jahr: 08. Juli 2018

Bild und Text: Kurt Gwerder